Famous Eyes
Daniel und Geo Fuchs haben sich zuletzt
mit ihrem mehrfach preisgekrönten Werk Conserving an die Spitze der internationalen Fotokunstszene katapultiert.
Nicht weniger spektakulär ist ihr neuestes Buch Famous Eyes, ein unvergleichliches Zeitdokument von berühmten, kreativen Menschen unserer Zeit: Künstler, Fotografen, Designer, Kulturschaffende, Musiker, Schauspieler, Architekten.
Die stringente, professionelle Arbeitsweise und ihr immer wieder überraschender Ideenreichtum mit dem die konzeptionell arbeitenden Fotokünstler ihr Projekt Famous Eyes verfolgten, hat nicht nur die beteiligten Persönlichkeiten überzeugt.
Alle waren mit vollem Einsatz und Begeisterung dabei, wenn Daniel und Geo Fuchs mit ihrer eigentlich für Augenärzte entwickelten, kastigen Polaroidkamera, kreative Highlights vollbrachten.
Am Anfang jedes Termins stand die Großaufnahme des Auges. Im zweiten Schritt wurde meist unter Einbindung des Augenporträts ein weiteres Bild inszeniert. Die fotografischen Kunstwerke, die dabei entstanden, sind so unterschiedlich wie die Charaktere der porträtierten Personen.
Von wunderschön und ästhetisch, über verrückt und schrill, bis düster und nachdenklich, alle Facetten des Lebens spiegeln sich wider. Eine repräsentative Auswahl der faszinierendsten Fotografien liegt nun in diesem großformatigen Bildband vor.
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Hier eine kleine Auswahl der fotografierten Persönlichkeiten:
Bryan Adams, Louise Bourgois, Peter Beard, Badesalz, Christian Boltanski, David Bailey, Christo & Jeanne Claude, Anton Corbijn, Chuck Close, Maurizio Cattelan, Michel Comte, Klaus Doldinger, Dolce & Gabbana, Andreas Gursky, Pierre & Gilles, Sir Norman Foster, Paul McCarthy, Nina Hagen, Wolfgang Joop, Kasper König, Anish Kapoor, Peter Lindbergh, Christian Lacroix, Udo Lindenberg, David Lachapelle, Boris Michailov, Shirin Neshat, Jürgen Prochnow, Andrée Putmann, Ed Ruscha, Paco Rabanne, Rammstein, Jim Rakete, Andres Serrano, Barbara Sukowa, Harald Szeemann, Jürgen Teller, Olivero Toscani, Philippe Starck, Sven Väth, Siegfried Unseld, Ellen von Unwerth.
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Pressekommentare
Sie haben Bryan Adams in die Augen geschaut, Nina Hagen
und Wolfgang Joop: Drei Jahre lang fotografierten die Frankfurter Künstler Daniel
und Geo Fuchs die Augen der Star Kreativen unserer Zeit. Famous Eyes heißt
ihr Projekt, das einen verblüffend neuen Blick auf Prominente bietet
die wir längst zu kennen glaubten.
(MAX, Deutschland)
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Die ursprüngliche Idee die Augen von Starfotografen
zu fotogafieren um damit vielleicht etwas über das Mysterium ihres Talents zu verraten,
erweiterte sich schnell auf die Augen von anderen Künstlern, Kreativen,
Musikern, Schauspielern, Architekten. Wir sind Mitten in der neuesten
Arbeit von Daniel und Geo Fuchs, dem Künstlerpaar das mit "Conserving"
weltberühmt geworden ist. Famous Eyes eine Arbeit die die Persönlichkeit
der Porträtierten mit verrückten, überraschenden und oft humorvollen
Ideen in Szene setzt.
(PHOTO, Frankreich)
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Prominente Augen - prominent in Szene gesetzt. "Famous
Eyes" - das ist das gigantisch aufwendige und künstlerisch überwältigende neue
Fotoprojekt von Daniel & Geo Fuchs. ("Conserving"), das schon
vor der Veröffentlichung des begleitenden Buches für erwartungsvolle
Schlagzeilen gesorgt hatte. Es geht um Augen, um die Augen von bekannten
Leuten wie: Otto Sander, David Copperfield, Tom Tykwer, Bryan Adams, Udo
Lindenberg, etc, etc.
(HERSFELDER ZEITUNG, Deutschland)
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Schau mir in die Augen Kleines. Wir wussten es schon vor
"Casablanca": Augen sind der Spiegel der Seele. Augen lügen nicht. Und mitunter traut
man seinen Augen kaum - zum Beispiel in dem fantastischem Buch "FamousEyes".
(HAMBURGER MORGENPOST, Deutschland)
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Moment! Sind das denn nicht die ...? Genau: Die Fotografen
Geo und Daniel Fuchs haben Promis durch die Linse tief in die Augen geblickt.
Diese inszenierten die Bilder in unterschiedlichster Weise neu. Das
Ergebnis: ein Wechselspiel von Fremd- und Selbstdarstellung. Zum
Beispiel von Magier Copperfield, der französischen Konzeptkünstlerin
Sophie Calle, Rockröhre Nina Hagen und dem amerikanischen
Fotokünstler William Wegman.
(FREUNDIN, Deutschland)
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Man fühlt sich fast ein bisschen beobachtet. Augen,
überall Augen, schöne, hässliche, unheimliche, müde, strahlende Augen. Eine
enzyklopädisch wie fantastisch anmutende Dokumentation eines Sinnesorganes.
(HAMBURGER ABENDBLATT, Deutschland)
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Auf den ersten Blick hätten wir sie kaum wiedererkannt:
weder David Copperfield noch Nina Hagen noch Christian Lacroix. Auch nicht Uschi
Obermair, Rammstein oder Anton Corbijn. Schuld daran sind die Fotografen
Daniel & Geo Fuchs und ihre wunderbar selektive Wahrnehmung. Die beiden
zogen nämlich los, um prominenten, Künstlern, Designern, Musikern,
Architekten und Schauspielern tief in die Augen zu schauen.
(ELLE, Deutschland)
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Sie sind die Shooting Stars der internationalen Fotokunstszene.
Das Künstlerpaar Daniel & Geo Fuchs machte mit spektakulär gruseligen
Aufnahmen konservierter Lebewesen - Spezies Mensch inclusive - von sich
reden. Irgendwo in den Präparate Sammlungen der Medizininstitute muss
das Fuchs-Duo dann auf die Polaroidkamera Macro 5 SLR gestoßen sein.
Das Buch Famous Eyes und die Ausstellung im Kunsthaus Hamburg zeigen jetzt
erstmalig Ihre neue Arbeiten für die die Fuchs Promis, Künstler
und Kreative aufgesucht und portraitiert haben.
(PRINZ, Deutschland)
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International bekannt wurden Daniel und Geo Fuchs mit
ihrem Projekt: "Conserving". Die Ausstellung "schlafender" Präparate
in Alkohol geriet 2000 bei den Rencontres d'Arles zum Triumph. Doch schon damals arbeitete
das Fotografenpaar an seinem nächsten Zyklus, dessen Ergebnis nun in
einem mächtigen rosarot gehüllten Band im Schuber vorliegt. "Famous
Eyes versammelt nicht einfach Polaroidportraits internationaler Künstler,
Kuratoren, Fotografen, Medienleute. Daniel & Geo Fuchs haben etwa René
Burri, Greg Gorman, Peter Lindbergh oder Anton Corbijn nicht einfach vor
die Kamera gebeten. Jedes Bild ist vielmehr Ergebnis eines spielerischen
Dialogs, in dem das legendäre Polaroid Sofortbild eine entscheidende
Rolle spielt.
(COLOR FOTO, Deutschland)
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Künstler, Fotografen, Schauspieler und Architekten
müssen die Welt immer aus einem etwas anderen Blickwinkel heraus betrachten als der Rest der
Bevölkerung. Ansonsten fielen die Ergebnisse ihrer Arbeit kaum auf. Da
wäre es doch interessant, sich einmal die Augen dieser Kreativen genauer
anzusehen, fanden Geo und Daniel Fuchs. Also begannen die Fotokünstler
vor drei Jahren die Sehorgane von Prominenten mit einer Polaroidkamera
zu fotografieren. Heraus gekommen ist der Kunstband "Famous Eyes",
indem Augenfotos von nahezu 200 Kreativen versammelt sind.
(FRANKFURTER NEUE PRESSE, Deutschland)
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Nach ihrem vielfach preisgekrönten und in internationalen
Ausstellungen gezeigten Projekt "Conserving" ist "Famous Eyes" das neueste
Ausstellungs- und Buchprojekt von Daniel & Geo Fuchs. Ein
unvergleichliches Zeitdokument berühmter, kreativer Persönlichkeiten
unserer Zeit: Künstler, Fotografen, Designer, Kulturschaffende, Musiker,
Schauspieler, Architekten.
(NIKON FLASH, Deutschland
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Vorwort dieses Buches
IRISIERENDE BLICKWECHSEL
Wär nicht das Auge sonnenhaft,
Wie könnten wir das Licht erblicken?
Goethe
Je größer der Pupillendurchmesser, desto stärker der Appetit auf das Erblickte.
Detlef B. Linke
Man schaut einem Gegenüber in die Augen, um zu erfahren, mit wem man es zu tun hat, Freund oder Feind. Indem man blickend den eigenen Blick preisgibt, stiftet man den anderen Menschen dadurch seinerseits zum verräterischen Augenspiel an: Blicke werden getauscht. Und da Blicke einem oft mehr als tausend Worte sagen, ging es mir beim Künstlerpaar Fuchs so, dass ich schon im Bruchteil einer Sekunde wusste, woran ich war: sympathisch auf Anhieb! Das lag keineswegs am Blau von Daniels und auch nicht am Braungrün von Geos Augenfarbe, an die ich mich übrigens später gar nicht mehr genau hätte erinnern können. Diese Erinnerungslücke hat keineswegs etwas mit einem bloß flüchtigen Blick zu tun.
In einer Welt voller Farbigkeit ist es, paradox genug, eher Schwarz-Weißem vorbehalten, die Gedankenbewegungen unseres Gegenübers spürbar mitzuverfolgen: Stets liegt das Wesentliche des Blicks im kontrastierenden Wechselspiel von weißer Bindehaut und schwarzer Pupille. Und die Vergrößerung der Pupille kann unter Umständen so viel Schwarz in die Augenmitte rücken, dass die eigentliche Augenfarbe auf einmal eine untergeordnete Rolle spielt (1).
Genau das aber ist bei Daniel und Geo meist der Fall: Mit großen, neugierigen Augen stellen sie ihre Pupillen auf Durchlass. Und je feuriger und ungebremster sie sich in ein Projekt hineinsteigern, desto intensiver wirkt das Weiß ihrer Augapfelbewegungen im Kontrast zur Pupillenschwärzung, wenn sie versuchen, es einem nahe zu bringen. Wie seinerzeit bei der Trilogie Conserving (2), ihrem letzten, mehrfach preisgekrönten und wie nun bei Famous Eyes, ihrem allerneuesten Projekt.
Wie der Umstand, dass ich sie direkt beim Vornamen nenne, deutlich macht, sind die Fotokünstler Daniel und Geo Fuchs längst gute Freunde von mir, und es fasziniert mich von Mal zu Mal mehr, wie sie gerade der fachlichen Seite der Fotografie stets neuartige schöpferische Impulse für ungewohnte Bilderwelten abzugewinnen vermögen.
Bei Conserving war es die wohl wichtigste Wesensart des Mediums Fotografie dass es Gesehenes konserviert , die sie sich zur Arbeitsmetapher und schließlich zum Sujet erkoren. Dafür fotografierten sie in etlichen anatomischen und naturwissenschaftlichen Sammlungen in Europa in Alkohol oder Formalin eingelegte Präparate. Was dabei herauskam, grenzt an ein Wunder: Mensch und Tier wirken nun so, als träumten sie nur und wären jeden Moment imstande, aus ihrem vermeintlich ewigen Schlaf zu erwachen.
Bei Famous Eyes dagegen richten Daniel und Geo ihr Augenmerk zwar auf die altbekannte Analogie von Auge und Kamera, wissen sie allerdings für ihr Vorgehen völlig neu zu deuten nämlich als Metapher und als Motiv zugleich. Daraus ergibt sich ein Gedankenspiel, das in mehrere Richtungen funktioniert und so genügend Raum lässt für Überraschungen.
Wie man weiß, dient ja die Iris, rein technisch gesehen, zur Regulation einfallenden Lichts, zur Steuerung der Lichtmenge. Und hinter der zentralen Öffnung der Iris, der Pupille, befindet sich die Augenlinse, deren Brennweite wie bei der Kamera veränderlich ist. Selbst die Blende, um im Bilde zu bleiben, kann beim menschlichen Auge variiert werden: Die Pupille erweitert oder verengt sich je nach Helligkeit der Umgebung, je nach Gemütsverfassung. Und schließlich entsteht auf der Netzhaut wiederum analog zur Kamera ein Bild, das Aufgenommenes seitenverkehrt und auf dem Kopf stehend wiedergibt (2).
Natürlich hört die Analogie damit auf, dass man als Mensch über ein Paar Augen verfügt, wohingegen die Kamera einäugig sieht. Von dieser Differenz lebt die Fotoaktion Famous Eyes: Polaroid für Polaroid sollten möglichst viele prominente Augenaufschläge in Szene gesetzt werden.
Dabei war Famous Eyes zunächst mal ein Versprechen, das der nun vorliegende Fotoband überhaupt erst einlöst. Und dies selbst bei so weltberühmten Bürgern des globalen Dorfes wie Louise Bourgeois oder Christo, deren Hervorbringungen längst als Kulturerbe der Menschheit bewundert werden, deren Augen jedoch den meisten von uns keineswegs geläufig gewesen sind.
Es freut mich, dass auch ich etliche Berühmtheiten zu diesem Projekt beisteuern konnte. Wer immer jedenfalls den Weg des umtriebigen Künstlerpaares Geo und Daniel Fuchs kreuzte, der wurde von ihnen mit geradezu naturwissenschaftlich protokollierendem Blick, als ginge es um Augendiagnostik, konsequent kühl fotografiert. Was nun angesichts solcher medialer Kälte fehlte, war Warmherzigkeit. Für die aber sorgten die beiden, indem sie alles Weitere beim Fotografiertwerden sonst durchaus nicht üblich zu einem denkbar offenen Vorgang gemeinschaftlichen Herausfindens und Gestaltens machten.
Denn wie das zum Augenporträt dazugehörige Konterpartfoto am Ende jeweils aussah, das probierten das Künstlerpaar Fuchs und der oder die betreffende fotografierte Person so lange aus, bis die stimmige Konfiguration schließlich gefunden war, und zwar auf sehr spielerische, auf sehr schöpferische Weise, ich habs am eigenen Leib erlebt.
Etwas Bestimmtes ins Auge zu fassen, hat immer den Charakter von Zuwendung, weil man dabei aus dem visuellen Umfeld eine ganz persönliche Auswahl vornimmt. Beim hier stattfindenden verschmelzenden Wechselspiel von Fremd- und Selbstdarstellung könnte dies die Garantie dafür sein, dass hinter der nicht fassbaren Berühmtheit ein winziges Stück vom eigentlichen Menschen sichtbar wird.
Anke Degenhard
(1) Detlef B. Linke: Kunst und Gehirn. Die Eroberung des Unsichtbaren.
Rowohlt Verlag, Reinbek bei Hamburg 2001, S.31
(2) Daniel & Geo Fuchs, Conserving, Edition Reuss, München 2000
