Superdolls

Die faszinierenden Aufnahmen des deutschen Fotografen, Filmemachers, Designers und Medienunternehmers Peter W. Czernich setzten international Maßstäbe und beeinflussen auch die Darstellung des weiblichen Körpers in Produktionen der etablierten Künste und in der Mode. Die meist großbusigen Göttinnen seines Fetish-Universums sind erotische Objekte der Begierde, durch Kreativität und Freude am Spiel der Imagination immer wieder neu geboren. Hyperrealismus, extreme Posen, Lust am Experiment, kühles Pathos und gigantische Brüste kennzeichnen seine fantastischen Inszenierungen – Generation Superdolls!

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Pressekommentare

Czernichs Bilder entführen in eine Welt erlesener Bizarrerie und Raffinesse. Diese Welt bewohnt die Millenium-Generation der lebenden Puppen des Rokoko: perfekte Illusionen, konsequent digitalisiert und mit gestochen scharfen Kontrasten, optisch wie thematisch.
(A&A – DIE ZEITUNG FÜR KUNST – KULTUR – DESIGN, Deutschland)
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"Die "Puppen" von Czernich sind wie die Früchte einer Imagination, die ohne Grenzen zu sein scheint."
Le Journal de la Haute Marne
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"XXL - die Übertreibung der Weiblichkeit mit riesigen Busen inszeniert in künstlichen Welten mit einer großen Dosis Erotik. "
Playboy
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"Starke Kontraste und surreale Szenen mit meist großbrüstigen Frauen sind bevorzugte Elemente seiner Bilder. Die Erotik der stimmungsvollen Bilder ist überzeugend."
Laufmasche
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"Peter W. Czernich entführt uns in eine faszinierende Welt von Erotik und Mode. Er hat für seine kunstvollen Inszenierungen in erster Linie Frauen mit besonders großen Brüsten ausgewählt. Das Resultat ist beeindruckend."
Union
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"Frauen, die sich für den männlichen Blick wie Puppen in Szene setzen, fotografiert Peter W. Czernich. Er liebt den glatten Schimmer von Lack, Gummi und Leder."
Märkische Allgemeine
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"Üppige Modells im knappen Lack- und Lederdress. Nichts für schwach Gemüter."
Photographie

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Vorwort des Buches

Puppen. Kleine Mädchen spielen gerne mit ihnen und Sammler zahlen Höchstpreise dafür. Das lebensechte plastische Abbild scheint wie durch ein Wunder unmittelbar zum Leben zu erwachen, wenn es vom menschlichen Auge erblickt wird. Bildnerische Menschenimitate besitzen offensichtlich magische oder animistische Potenz: Das Auge lässt sich nur zu gerne vom Widerspruch verunsichern, dass ein totes Objekt beseelt ist – wider jegliche Vernunft. Und das Vexierspiel von Vorstellung und Fantasie entzündet sich am anthropomorphen Abbild unmittelbar dann, wenn der psychische Wahrnehmungsprozess aktiviert ist.

In den meisten Kulturen der Welt geht von künstlichen Menschen seit Jahrtausenden eine ungeheure Anziehungskraft aus: prähistorische Kultfiguren, antike Statuen, Effigien der Holz-, Wachs- und Steinfiguren seit dem Mittelalter, lebensechte Plastiken der Anatomie seit der Renaissance, Automaten des 18. Jahrhunderts, Kinderpuppen, Schaufensterpuppen, Androiden, Andreiden, plastinierte Menschen – religiös, wissenschaftlich und künstlerisch motivierte Humankreationen. Der Mensch ist Schöpfergott seiner selbst, auf der immer währenden Suche nach dem fehlerfreien Abbild. Gott ist männlich und er arbeitet beständig daran, die perfekte weibliche Kunstfigur zu erschaffen, die er aus ihren schönsten Teilen zusammensetzt. Welches Medium wäre besser dafür geeignet, die Illusion der erotischen Präsenz makelloser femininer Körperlichkeit zu transportieren, als die Fotografie?

Komplett künstliche Welten, überzeugend arrangierte Erotik sind das Werk des deutschen Fotografen, Filmemachers, Designers und Medienunternehmers Peter W. Czernich. Jetzt weiß man endlich, von welcher Quelle sich Starfotografen oder prominente Modedesigner gelegentlich inspirieren ließen. Czernich studierte Grafik-Design, arbeitete als Art Director in einer New Yorker Werbeagentur, ist Chefredakteur und Herausgeber des weltweit führenden Fetischmagazins Marquis. Hyperrealismus, extreme Posen, Lust am Experiment und kühles Pathos kennzeichnen seine fantastischen Inszenierungen weiblicher Geschöpfe – Generation Superdolls!

Unverkennbar zeigen sich in Superdolls die Einflüsse des Surrealismus und der künstlerischen Avantgarde des 20. Jahrhunderts: die Fotoparade der internationalen Surrealismus-Ausstellung 1938 mit Schaufensterpuppen-Konzeptkunst von Salvador Dalí, Jean Arp, Max Ernst, Marcel Duchamp, Yves Tanguy, André Masson und anderen, Bildkompositionen von Man Ray sowie insbesondere Kreationen aus den hermetischen Mikrokosmen von Hans Bellmer (1930er Jahre) und Pierre Molinier (1960er Jahre). Bellmer schuf seiner Imagination gemäße Körper aus Versatzstücken von Puppenkörpern, und Molinier integrierte sich selbst als physisches Versatzstück unbestimmbaren Geschlechts in die eigenen Bildwerke.

Manche Bilder der Superdolls-Welt verweisen auf die ästhetische Raffinesse und den exquisiten Luxus der Art déco oder die artifiziellen Posen der Modelle von Tamara de Lempicka aus den 1920er Jahren. Darüber hinaus finden sich Anklänge an die Pinup-Kultur und den Wahrnehmungsgeschmack der 1950er Jahre, das Boudoir und den aristokratischen Salon. Und man kann davon ausgehen, dass sich aktuelle Produktionen der Medien- und Modeindustrie bei Czernichs Fetischthemen bedient haben – nicht umgekehrt: Lara Croft im Neopren-Catsuit, Matrix-Outfits, Gummikreationen bei Dior, Bondage-Schuhe von Galliano, Fetisch-Design bei Gucci oder Prada. Peter W. Czernich bleibt gelassen: „Wir Fetischisten sind beständig. Wir haben gewisse Idealvorstellungen, die ohnehin nicht zu toppen sind – ein Korsett ist ein Korsett, ein hochhackiger Schuh muss so und so aussehen, ein Catsuit bleibt ein Catsuit. Das macht uns unabhängig von Moden.“

Der Fetisch-Fantasy-Fundus von Peter W. Czernich scheint unerschöpflich, seine Bildideen, seine Kreativität und Diversität in Design und Komposition, sein Gestaltungswillen ebenso. Jede Aufnahme in Superdolls ist technisch perfekt und brillant inszeniert. Hier entscheidet allein die Vorstellung des Künstlers über den Aufwand, der zur konsequenten Umsetzung eines Bildes investiert werden muss. Es fehlt nicht an Ironie und Humor, dramatischer Spielfreude, überzogener Pose und purer Erotik. Czernichs Modelle zeigen mehr als eindimensionale Abbildungen weiblicher Superkörper: Wer sich in der Betrachtung der Aufnahmen verliert, erlebt das anregende Wechselspiel der Wahrnehmung an den Grenzflächen der Häute – Latex, Lack und echte Epidermis, Verführung auf höchstem Niveau, perfekte illusionen mit gestochen scharfen Kontrasten, optisch und thematisch.

„Superdolls“ ist die erste Full-Feature-Ikonographie von Peter W. Czernich. Sein Werk setzt international Maßstäbe im Fetisch-Genre und beeinflusst auch die Darstellung des weiblichen Körpers in Produktionen der etablierten Künste. Meisterhafte Beherrschung des fotografischen Mediums und die eigene, unverwechselbare Bildsprache des Künstlers sind unübersehbar. Diese Bilder weisen nicht nur auf die Avantgarde-Fotografie hin, sondern gehen weit darüber hinaus – sie stehen mitten in der Gegenwart des dritten Jahrtausends. Die Göttinnen des Fetisch-Universums sind erotische Objekte der Begierde, durch Kreativität und Freude am Spiel der Imagination immer wieder neu geboren.

 

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superdolls - fotobuch - buchumschlag

Fotografie: Peter W. Czernich
ISBN 978-3-934020-27-6
Format 22,5 x 33,5 cm
128 Seiten
Text in D, E, F
121 farbige Abbildungen
Hardcover m. Fadenheftung
farbiger Schutzumschlag
Preis 49,90 Euro
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(inkl. Gesetzl. Mwst.)

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