Fetish Theatre
Alan Tex ist ein Meister, wenn es darum geht die komplizierte Erotik zwischenmenschlicher Beziehungen in abgründigen Inszenierungen sichtbar zu machen und fotografisch festzuhalten.
Dabei bedient sich der belgische Fotograf Alan Tex vornehmlich Stilmitteln aus der Fetischszene, aber auch der bildenden Kunst, die er auf ironische Art und Weise zitiert und bis zur Absurdität übersteigert.
Jede seiner Aufnahmen gleicht einem Gesamtkunstwerk, das mit viel Witz und Ironie die Fantasie des Betrachter herausfordert. Fetish Theatre ist ein außergewöhnliches Buch eines verrückten Künstlers!
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Pressekommentare
Die Fotografien des Künstlers Alan Tex sind überaus fantasievoll. Er inszeniert verrückt erotische Situationen die oft ins Surreale gehen und uns zum Staunen bringen. (SELEN, Italien)
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Hier agieren Menschen oder Masken in von Alan Tex entworfenen Kostümen und vor seinen Bühnenbildern, und werden so zum erotischen Ausdruck von Träumen, Wünschen und Sehnsüchten, in denen sich die Betrachterin genauso wie der Betrachter wiederfinden können. (SCHLAGZEILEN, Deutschland)
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Obszöne Bilder und abgründige Inszenierungen aus der Fetisch-Szene. (PENTHOUSE, Deutschland)
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Fetish Theatre ist auf keinen Fall mit einem üblichen Fetischbildband zu vergleichen. Alan Tex Fotos sind derb, direkt, unverblümt. Vor allem aber ist das Theater wörtlich gemeint: Jedes Bild ist eine Szene mit ausgefallenen Requisiten nicht immer für schwache Nerven. (MARQUIS, Deutschland)
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Seine Bilder bringen uns zum Staunen und sind sehr ungewöhnlich. Die reichen Rottöne und das Gold verleihen den Fotografien einen dramatischen Ausdruck, wie Sie ihn noch nie zuvor gesehen haben. (WET SET, Australien)
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Vorwort des Buches
Wir können uns vorstellen, daß die Fotos von Alan Tex naive possenhafte Inszenierungen
mit lächerlichen Darstellern verewigen, aber so zu denken, hieße ohne Zweifel uns gegen einen Teil unserer eigenen Existenz blind zu machen. Denn wenn Zirkus und Theater nur Orte akrobatischer Vorführungen und Hanswurstiaden wären, hätten sie mit Augenblicken unseres Lebens nichts gemein.
Ist die Welt nicht ein riesiges Zirkuszelt, in dem der Mensch, dieser Hampelmann, versucht, seine Vorführungen, die nicht immer seinen Absichten Rechnung tragen, so gut wie möglich zu spielen? Ist es euch niemals geschehen, euch zu anderen Horizonten aufschwingen zu wollen, während diese tägliche Schwere euch hinderte, das Trapez ungestillter Sehnsüchte zu erreichen?
Der Zirkus mit seinen goldenen und cochenilleheißen Farbtönen ist so Gleichnis der Unordnung und Unruhe, in die unsere Leiden und unsere Freuden gesetzt sind. Die Fotos, die ihr entdecken werdet, sind nicht nur mit den Augen zu betrachten, sondern werden euch in der Tiefe eurer unbewußten Abgründe berühren, aus denen nicht nur die Gefühle, sondern vielleicht auch die €ngste quellen...
In diesem symbolischbarocken Dekor werdet gar ihr nicht über das Unglück der anderen lachen, sondern sehr wohl über eure eigenen Dramen. Alles ist da: Bändigerinnen sehr bekannter Tiere, zu Exhibitionisten gewordene Schlangenmenschen, furchtbare Jongleurinnen, angstmachende Clowns und
all die anderen Figuren, denen wir alle schon begegnet sind, ohne es zu wagen, sie zu erkennen.
Die Szenen sind auf tragische Weise komisch in dieser fremden Welt, wo Kasper sich verzweifelten Versuchen verliebter Beziehungen hingibt. Unsere letzten und lächerlichen Gewissheiten entkommen nur verstümmelt diesem Possenspiel eines Universums. Es sind, im Grunde genommen, grausame kleine Spiegel, die man uns vorhält.
Sophie Bastiaens
Kriminologin
